Energieverschwendung:

Bei der Stromerzeugung in den kalorischen  Kraftwerken  in der Steiermark wird nur ca. die Hälfte der Energie in Strom umgewandelt und nur ein kleiner Teil der Abwärme auch tatsächlich als Fernwärme genutzt.

Beim geplanten modernen Gas-KW Mellach-neu sollen etwa 800 MW für die Stromproduktion genutzt werden, ca. 450 MW werden in die Luft oder in die Mur gekühlt.
Diese Wärme könnte und müsste in Betrieben und in den privaten und öffentlichen Gebäuden für die Wärme-Nutzung, für Heizung und für den Warmwasserbedarf eingesetzt werden.

Für die Heizung in den privaten Haushalten wird in Graz zwar zu ca. 25 % die Fernwärme genutzt, ca. 20 % aber elektrischer Strom. Diese 20 % Stromheizungen entsprechen ca. 300 MW – und das im Winter (zu Zeiten der geringsten Wasserführung der Flüsse)!

Alleine die schrittweise Umstellung der Stromheizungen in Graz auf Fernwärme würde ca. 60 Murkraftwerke wie Gössendorf oder Kalsdorf (zu je ca. 10 MW im Winter) überflüssig machen !!!

Atomstrom:

Seit der Liberalisierung des Strommarktes ist (in Österreich) der Stromhandel viel größer geworden als Erzeugung oder Verbrauch (ca. 3 x so hoch).

Mit dem europaweiten Stromhandel ist aber die Klarheit für die Konsumenten verloren gegangen.
Der europaweite „UCTE“-Strom-Mix enthält über 30 % Atomstrom, der in Österreich vom Verbund und den Landesgesellschaften eingesetzte UCTE-Mix etwa 20 % Atomstrom.
Der Verbundkonzern oder die STEWEAG-STEG verkaufen an Private zwar keinen Atomstrom, an Betriebe indirekt aber schon.
Die Energie-Graz bezieht zu ca. 90% diesen UCTE-Mix, somit beziehen die privaten Stromkunden der Energie-Graz etwa 20 % Atomstrom !